Schweinehund

Wer ist eigentlich dieser Schweinehund? Und wie gehe ich mit ihm um?
Jeder kennt ihn, die einen mehr, die anderen weniger, aber jeder musste schon einmal gegen ihn ankämpfen, ihn besiegen, sich besiegen lassen oder ihn gnadenlos auf die Seite schieben.


Selbst Christine Theiss, Power Frau und ehem. Profi-Weltmeisterin im Vollkontakt-Kickboxen bekommt ab und an Besuch von ihm. Sie sprach auch öffentlich über den Umgang mit ihrem Schweinehund und wie sie sich mit ihm arrangiert.


Da jeder seinen eigenen Umgang mit dem inneren Schweinehund pflegt, möchte ich dich aber gar nicht mit einzelnen Tipps und Tricks langweilen, wie du jedes Mal wieder deinen inneren Schweinehund überlistet, wenn er doch lieber auf der Couch bleiben möchte. Meine Intention ist es, dir eine langfristige Strategie mit an die Hand geben, wie du deinen inneren Schweinehund zu deinem besten Sportsfreund machst. Mit dieser Strategie musst du keinen innerlichen Kampf mehr ausführen und kannst auch mal ganz ohne Reue auf der Couch bleiben, anstatt dich in die Laufschuhe zu zwingen.


Meine Strategie für deinen inneren Schweinehund beinhaltet prinzipiell nur eine Frage: Was ist deine Lebensvision?


Jetzt fragst du dich bestimmt, was der Schweinehund, der dich ab und an von deinen sportlichen Vorsätzen abhält mit diesem großen Thema, nämlich deiner Lebensvision zu tun hat. Als sportpsychologische Beraterin arbeite ich systemisch und sehe daher immer wieder, wie sich meine Klienten versuchen zu Aktivitäten zu motivieren, hinter welchen jedoch kein aussagekräftiges „Warum?“ liegt. Das geht für eine Zeitlang gut, aber irgendwann verlangt dein innerer Schweinehund schlagende Argumente, wieso das sportliche Vorhaben in die Tat umgesetzt werden soll.

Wähle die richtige Strategie

Um dir meine Strategie so anschaulich wie möglich darzustellen, erkläre ich sie dir an einem Beispiel:
Du gehst laufen, um Gewicht zu reduzieren. Du hast somit ein Motiv, welches den Prozess und somit deine Motivation die Laufschuhe anzuziehen und loszuzulaufen auslöst. Hier sprechen wir jedoch nur von einer kurzfristigen Motivation – du kannst sie auch gerne „oberflächlich“ nennen. Dein Motiv bezieht sich auf einen Grund (Gewichtsreduktion), den du zwar für erstrebenswert hältst, dein innerer Schweinehund aber nicht viel mit anfangen kann. Wieso sollte er von der Couch aufstehen, im Regen laufen und auch noch schwitzen? Nur damit du mit deinem Gewicht zufrieden bist? Früher oder später wird er dir immer mehr in die Quere kommen und dein Argument „aber ich will doch abnehmen“ lässt er nicht mehr gelten.


Lass uns daher mit dem Zustand des „zufrieden seins“ weiterarbeiten.

Langfristig wirst du deinen inneren Schweinehund nur dazu bekommen, deinen sportlichen Plänen zu folgen, wenn du ihm deinen erhofften emotionalen Zustand (in diesem Fall von „zufrieden“) näherbringst. Somit bewegen wir uns nun von der kausalen Motivation (Gewicht) hin zur emotionalen Motivation (zufrieden sein). Dein innerer Schweinehund ist ein Gefühlstier und im Endeffekt möchte er nur dein Bestes und dass es dir gut geht. Denn wenn es dir gut geht, dann weiß er, dass es ihm auch gut gehen wird.


Dein innerer Schweinehund ist somit nicht nur ein Gefühlstier, sondern auch ein Egoist – aber mit positiven Absichten für dich und dein Wohlbefinden. Als dritte Charaktereigenschaft könnte man ihn auch noch als Skeptiker bezeichnen. Er benötigt wahrhafte (=emotionale) Gründe, um in die Gänge zu kommen. Hat er diese, ist er nicht mehr zu bremsen und brennt wahrhaftig für das Tun.


Und wo bekommen wir authentische und emotionale Gründe am besten her?

Ganz klar von unserem eigenen großen „Warum?“ des Lebens. Unsere Lebensvision ist im Idealfall mit einem Lebensgefühl gleichzusetzen und weniger mit einem klar definierten Ziel, da unsere Vision kein Ende hat. Die Aufgabe besteht eher darin, dass wir unsere eigene Lebensvision täglich leben, anstatt sie zum Tag X erreicht zu haben.

 

  • Frage dich jetzt, wie deine (sportlichen) Pläne mit deiner Lebensvision (=Lebensgefühl) korrelieren?
  • Welches Gefühl möchtest du mit dem Laufen erreichen? Ist dieses Gefühl auch Teil deines angestrebten Lebensgefühls?


Um wieder auf die Ausgangssituation zurückzukommen: Du läufst, um Gewicht zu reduzieren und erhoffst dir dadurch ein zufriedenes Gefühl. Lass uns diesen emotionalen Grund noch weiter definieren, indem wir sagen, dass du gesund und mit Leichtigkeit durchs Leben gehen möchtest. Versetze dich so oft wie möglich in dieses Gefühl, lass es so real wie möglich werden, um es schon heute zu leben. Dein innerer Schweinehund kann genauso wenig wie unser Unterbewusstsein unterscheiden, ob Gefühle echt oder „vorgespielt“ werden. Allein die Tatsache, dass du dich in einem zufriedenen, von Leichtigkeit durchzogenem Gefühlszustand befindest, reicht deinem inneren Schweinehund aus, dass er von der Idee Laufen zu gehen (egal, welches Wetter draußen vorherrscht) förmlich begeistert ist.

Plötzlich steht der emotionale Grund im Vordergrund und der ursprüngliche kausale Grund der Gewichtsabnahme wird plötzlich zum positiven Nebeneffekt. Im Marketing würden wir sagen: „Emotions win!“

Werde du selbst zu deinem eigenen Marketingexperten und entwerfe deine Lebenskampagne, mit der du jeden inneren Schweinehund zum Sportsfreund gewinnst!

Ich habe dir am Anfang versprochen, dass dir diese Strategie auch dabei hilft, mal ganz ohne Reue auf der Couch zu bleiben. Diesem Versprechen möchte ich natürlich auch nachkommen: Hier gilt wieder das Hinterfragen deiner Lebensvision. Beinhaltet dein angestrebtes Lebensgefühl beispielsweise auch einen ausgeruhten Geist und du hast momentan das Gefühl, dass eine Stunde auf der Couch zielführender ist als der geplante Lauf, dann entscheide dich ohne Reue für diese Option. Denke immer daran deine Lebensvision systemisch und damit ganzheitlich zu betrachten. Dich gegen etwas zu entscheiden bedeutet auch immer gleichzeitig dich für etwas zu entscheiden. Diese Sichtweise lässt
innere Konflikte der Vergangenheit angehören und spart viel Energie, die du für deinen nächsten Lauf verwenden kannst.

 Über den Autor

Madeleine Ullrich

Madeleine Ullrich
Sportmanagerin, sportpsychologische Beraterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie (in Ausbildung)
Über mich:
Ich bin Sportlerin aus Leidenschaft und sportpsychologische Beraterin mit Herz.
Ich bin verliebt in meine Vision, dass Du langfristig Deine volle Begeisterung im Sport lebst und erlebst und durch die neu gewonnene Energie auch Deine persönlichen Erfolge in allen Lebensbereichen feiern darfst.
Erfolgdurchbegeisterung.de
Instagram: Flow_Maddy

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